Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

Get-together
Stipendiaten der Dr. Jost Henkel Stiftung zu Besuch bei Henkel

​​​​​​​Anlässlich seines 25-jährigen Dienstjubiläums gründete Dr. Jost Henkel im Jahre 1958 die Dr. Jost Henkel Stiftung. Sein Wunsch? Aus dem persönlichen Antrieb und dem gesellschaftlichen Bewusstsein heraus auch weniger begüterten jungen Menschen Chancen auf die bestmögliche Ausbildung zu geben. Dieser ging in den vergangenen 61 Jahren tausendfach in Erfüllung mit der Vergabe von Stipendien.

Die Stipendiaten der Dr. Jost Henkel Stiftung werden einmal im Jahr mit einem Get-together Treffen in der Henkel Unternehmenszentrale gefeiert. Sie erhalten die Möglichkeit, das Unternehmen in Vorträgen und im Austausch mit engagierten Mitarbeitern besser kennenzulernen. In diesem Jahr wurden ihnen wieder ein vielfältiges Programm angeboten.

Den Auftakt machte Sylvie Nicol, Personalvorstand bei Henkel. Sie ließ es sich nicht nehmen, die Stipendiaten, Universitätsvertreter und Mitarbeiter persönlich zu begrüßen. Den Grund machte sie ganz klar: „Bildung ist ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt – und schon immer lag. Gerade in Zeiten der Digitalisierung gewinnt es immer mehr an Bedeutung.“

Als neue Geschäftsführerin der Dr. Jost Henkel Stiftung lenkte Karol-Monique Westhoff den Blick auf den Gründervater. Sie bewundere die Weitsicht, mit der Dr. Jost Henkel vor über 60 Jahren bei der Gründungsrede seine Stiftung beschrieb und sich der sozialen Verantwortung stellte, jungen Talenten Bildungschancen zu ermöglichen, die ihnen anderweitig verwehrt bleiben würden. 

Danach gab Elizabeth Schaumann, Global Head of Employer Branding, einen Einblick in die Karrieremöglichkeiten bei Henkel und erklärte, dass das Lernen nach dem Studium nicht aufhört. Sie beantwortete den Stipendiaten Fragen rund um den Unternehmergeist des Firmengründers und eine berufliche Laufbahn bei Henkel. 

Wie eine solche Karriere aussehen kann, veranschaulichte Andreas Hartleb, Vice President International Marketing im Bereich Home Care. Seit 24 Jahren arbeitet er bereits bei Henkel und erklärt den Gästen, wie Innovationen entstehen. „Am Anfang steht der Verbraucher“, leitet er den Entstehungszyklus eines Produktes ein. Mit lustigen Anekdoten von Kundenbesuchen, interessanten Fakten zur ‚nose blindness‘ und der Aussage, dass Zitrone der VW Golf unter den WC-Steine sei, führt er die Anwesenden durch seinen Vortrag und bietet immer wieder Einblicke in seinen beruflichen Alltag.

Die Innovationen, die in einem solchen Prozess entstehen, werden irgendwann zu fertigen Produkten und müssen spätestens zum Transport verpackt werden. Über die Verpackungsstrategie bei Henkel berichteten Philippe Blank, Head of Innovation & Sustainability Beauty Care und Colin Zenger, Sustainable Packaging Laundry & Home Care. Sie veranschaulichten den Stipendiaten, wie sich Henkel der globalen Herausforderung in Zusammenhang mit Plastikverpackungen stellt und betonten die Bedeutung von Partnerschaften, wie beispielsweise mit dem Sozialunternehmen Plastik Bank.

Vom Hörsaal ging es im Anschluss in die Praxis – oder genauer gesagt in das Beauty Care Lighthouse sowie das Global Experience Center und das vollautomatisierte Hochregallager von Laundry & Home Care. In kleinen Gruppen konnten die Stipendiaten somit hautnah erleben, was die Unternehmensbereiche ausmacht und sich beim anschließenden Mittagessen gegenseitig besser kennenlernen.
 
Am Nachmittag richtete Dr. Christoph Henkel das Wort an die Stipendiaten. Er teile mit der Stiftung vor allem den Grundgedanken, denen zu helfen, die sonst keine Chance dazu hätten, ein Studium zu absolvieren. Welchen Rat er seinem jüngeren Ich geben würde? Auf jeden Fall das Studium zu beenden, aus der eigenen Komfortzone auszubrechen und so viel wie möglich zu reisen. 

Im Anschluss daran teilten sich Dr. Nils Daecke, Corporate Vice President Digital Marketing International Beauty Care, und Moritz Klämt, Global Digital Director Laundry & Home Care, die Bühne. Es ging um Henkels digitale Transformation und das Ziel „diese Entwicklung zu treiben“. Der Fokus liege darauf, ein verbraucherzentriertes Ökosystem mit verschiedenen Touchpoints zu erstellen. Beispiele dafür sind zum einen der Chatbot auf der Persil-Webseite, der für über 200 Fragen rund um das Thema Flecken die passende Antwort auf Lager hat und zum anderen die mobile Colorationsberatung „Choicify“. Letztere hilft dem Kunden mittels Augmented Reality Technologie bei der Wahl des richtigen Haarfärbemittels.
Zum Abschluss sprach Fabio-Yannik Laschet, Stipendiat der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, über das Vertrauen in digitalen Kontexten. Dabei stellte er den menschlichen Entscheidungsprozess aus Sicht der Consumer Neuro-Science vor. Er betonte die enorme Bedeutung von Vertrauen bei Online-Kaufentscheidungen, besonders vor dem Hintergrund der steigenden Komplexität, der die Verbraucher ausgesetzt sind.

Nach den Vorträgen folgte für die Stipendiaten die Möglichkeit, sich bei Kaffee und Kuchen mit Henkel-Mitarbeitern auszutauschen und ihnen an Informationsständen Fragen zu den verschiedenen Unternehmensbereichen und Funktionen zu stellen. Wir danken Kristina Bauer, Employer Branding und Monica Gehrckens, Dr. Jost Henkel Stiftung, für die gelungene Organisation des Get-togethers.
 
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