Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

Homeoffice in Coronazeiten

​Plötzlich HomeOffice?!

Aktuell gibt es kaum eine Person, die nicht von der Corona-Krise betroffen ist. Viele von Ihnen müssen jetzt z.T. das erste Mal im Homeoffice arbeiten. Wie kann das funktionieren?

Wir geben Ihnen hier ein paar Tipps & Tricks, wie es mit der richtigen Organisation und Motivation klappt.


Arbeitsplatzgestaltung

Tisch:

Ihr Tisch sollte so sein, dass Sie die Schultern beim Arbeiten entspannt haben. Die Oberarme bleiben locker und bilden mit den Unterarmen einen rechten Winkel, selbiges bei Ober- und Unterschenkel. Die Unterarme liegen waagerecht auf dem Tisch, Füße stehen ganz auf dem Boden - zur Not auch mit einer Art Fußstütze. Klar ist, kaum einer hat einen verstellbaren Tisch zu Hause, daher stehen Sie öfter auf und gehen etwas umher.

Vielleicht haben Sie aber auch ein geeignetes Möbelstück, welches hin und wieder das Arbeiten im Stehen ermöglicht - seien Sie kreativ!

+

 

Sitzplatz:

Verwenden Sie einen ergonomischen Stuhl, dessen Rückenlehne Sie in allen Sitzpositionen unterstützt.
Die Armlehnen sollten Tischniveau haben. Nutzen Sie die gesamte Sitzfläche aus, seien Sie kein Kantensitzer, Ihr Rücken dankt es Ihnen! Ändern Sie auch hier zur Entlastung öfter Ihre Haltung.

Haben Sie privat keinen ergonomischen Bürostuhl? Kein Problem - Nehmen Sie wenn möglich Ihren HSD-Bürostuhl für diese besondere Zeit des Homeoffice mit nach Hause.

+

 

Bildschirm, Tastatur & Co:

Schauen Sie am besten von oben auf den Bildschirm, der Abstand zwischen Monitorunterkante und Tischoberfläche sollte so gering wie möglich sein. Für ein optimales Sehen den Monitor so weit wie möglich nach hinten neigen, sodass Ihr Blick senkrecht auf den Bildschirm trifft. Versuchen Sie 50-70 cm Sehabstand einzuhalten. Fenster und andere Lichtquellen sollten sich nicht spiegeln. Das Tageslicht kommt am besten von der Seite, denn Gegenlicht strengt an.

Sie besitzen privat keinen Monitor, keine Tastatur oder Maus? Sie dürfen gerne Ihre HSD-Ausrüstung ins Homeoffice mitnehmen.

+

 

Arbeitsmittel:

Ihre häufig benutzten Arbeitsutensilien sollten sich in Ihrem Arbeitsbereich befinden und leicht, ohne unnatürliche Körperbewegungen greifbar sein. Ihr Arbeitsbereich umfasst den Radius, den Sie mit abgewinkeltem Arm erreichen können.

Auch hierfür gilt, nehmen Sie die Utensilien mit ins Homeoffice, die Sie für Ihre Tätigkeiten benötigen.

+

 

Atmosphäre

Da Ihr Arbeitsplatz nun kurzfristig in Ihrem Wohnumfeld Einzug nimmt, schaffen Sie sich einen zweckmäßigen Bereich, den Sie bewusst betreten oder verlassen können. Am besten klappt dies in einem Arbeitszimmer, zur Not tun es auch (improvisierte) Raumteiler. Sorgen Sie für ausreichend Tageslicht und regelmäßig frische Luft. Um sich auch mental auf die Arbeit einzustellen, ziehen Sie sich Ihr "Arbeitsoutfit" an, auch wenn Sie die eigenen vier Wände nicht verlassen.


Ablenkung

„Weg mit dem Buch, Fernseher aus!“ An Ihren Arbeitsplatz sollten nur Arbeitssachen! Alles andere, auch Unordnung kann ablenken. Nebenher Musik/Radio hören ist eine Typsache, ein Podcast/Hörbuch hören ist eher ungeeignet. Was hilft, damit Sie nicht beim Kaffeeholen einen Großputz starten? Gliedern Sie Ihren Homeoffice-Tag in Arbeitszeit und Freizeit und halten Sie sich daran. Strukturieren Sie Ihre Aufgabenfelder und setzen sich Ziele. Wichtig ist, machen Sie auch im Homeoffice Ihre Pause.


WAS Sagt die Unfallkasse (DGUV) zu HomeOffice?

Hintergrund mobiles Arbeiten


Wird für einen beschränkten Zeitraum Home-Office empfohlen oder angeordnet, handelt es sich aus Arbeitsschutzsicht um mobile Arbeit. Sie ist abzugrenzen von der klassischen Form des Home-Office, der Telearbeit. Telearbeit heißt: Der Arbeitgeber richtet im Privatbereich von Beschäftigten einen Arbeitsplatz mit der entsprechenden Ausstattung ein und regelt die Arbeit von zuhause arbeitsvertraglich oder im Rahmen einer Vereinbarung. Hierfür macht die Arbeitsstättenverordnung entsprechende Vorgaben.

Unter mobiler Arbeit sind Tätigkeiten zu verstehen, die außerhalb der Arbeitsstätte unter Nutzung von stationären oder tragbaren Computern oder anderen Endgeräten stattfinden und nicht zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten fest vereinbart sind. Solche Tätigkeiten umfassen auch das kurzfristig angesetzte Arbeiten in der eigenen Wohnung. Bei der Möglichkeit, während der Corona-Krise für einen begrenzten Zeitraum im Home-Office zu arbeiten, handelt es sich also - in der Regel - nicht um Telearbeit im Sinne der Arbeitsstättenverordnung, sondern um mobile Arbeit. Für mobile Arbeit gelten die allgemeinen Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes und des Arbeitszeitgesetzes, spezielle Regelungen wie bei der Telearbeit gibt es jedoch nicht.

In Ausnahmesituationen, wie jetzt im Rahmen der Corona-Krise, kann mobiles Arbeiten auch über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.
                                                                         (Ausschnitt aus der Pressemitteilung der DGUV 16.03.2020)

Bei Rückfragen zur Arbeitsplatzgestaltung und Ergonomie (auch im Homeoffice) wenden Sie sich gerne an die Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz.


arbeits-umweltschutz@hs-duesseldorf.de