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HSD / Teilzeit, Institut
01.04.2026

Lifestyle-Teilzeit perfektionieren – Hochschule Düsseldorf errichtet Institut für angewandte Pause

​​​Das Gelände der Hochschule Düsseldorf (HSD) am Campus Derendorf (Münsterstraße, 40476 Düsseldorf) wird erweitert. Das derzeit noch brachliegende Gelände am Rande von Gebäude 1 (Campus IT) hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) von der Stadt Düsseldorf erworben, um es der HSD zu vermieten.

Der Hintergrund: Forschende der Bildungseinrichtung haben eine zukunftsweisende Idee. Mit dem „Institut für angewandte Pause“ entsteht auf der neu erschlossenen Campusfläche ein Ort, der sich ganz der Erforschung von Erholung, Regeneration und produktiven Unterbrechungen widmet. Das hat das Präsidium der Hochschule Düsseldorf in seiner Sitzung am 1. April einstimmig beschlossen.

Im Fokus stehen dabei Fragen, die im Hochschulalltag ebenso relevant wie bislang wenig systematisch untersucht sind: Wie wirken sich kurze Pausen auf Konzentration und Lernerfolg aus? Welche Rolle spielt bewusste Entschleunigung für Kreativität und Innovationsfähigkeit? Und wie lassen sich Erholungsphasen sinnvoll in Arbeits- und Studienstrukturen integrieren?

Das Institut versteht sich als interdisziplinäres Reallabor. Geplant sind unter anderem offene Ruheflächen, Hängemattenzonen sowie speziell entwickelte Rückzugsräume, die unterschiedliche Formen der Regeneration ermöglichen – vom klassischen Powernapping bis hin zu bewegungsbasierten Pausenformaten.

Ergänzt wird das Konzept durch tiergestützte Angebote: So prüft die Hochschule derzeit die Einrichtung eines kleinen Streichelzoos beziehungsweise den Einsatz von Therapie-Welpen auf dem Campus. Studien zeigen, dass der Kontakt mit Tieren eine beruhigende Wirkung entfalten und sogar den Blutdruck senken kann – ein Ansatz, der nun gezielt in den Hochschulalltag integriert werden soll.

Auch die gesellschaftliche Debatte über Arbeitskultur wird am Institut aufgegriffen. Vor dem Hintergrund jüngerer Diskussionen über vermeintliche „Lifestyle-Teilzeit“ setzt die HSD einen bewusst anderen Akzent: Nicht weniger Engagement ist das Ziel, sondern klügere Formen von Produktivität. Pausen werden dabei nicht als Gegenentwurf zur Leistung verstanden, sondern als deren Voraussetzung.

Erste Module wie „Einführung in das strukturierte Nichtstun“ oder „Powernapping im Credit-System“ sind bereits in Vorbereitung. Perspektivisch ist zudem ein Zertifikatsprogramm zur „nachhaltigen Regenerationskompetenz“ geplant.

Wer Informationen über das neue Angebot der Hochschule Düsseldorf finden will, findet diese hier: www.hs-duesseldorf.de/Angewandte-Pause​​



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