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HSD / Erinnerungsort Alter Schlachthof, Bildungsprogramm
29.05.2026

Neues Bildungsformat: Transnationaler Austausch zwischen jungen Erwachsenen

​Dank einer Förderung durch die Stiftung EVZ kann der Erinnerungsort Alter Schlachthof bis zum Ende des Jahres ein neues Bildungsformat durchführen.


Gemeinsam mit zwei Kooperationspartner*innen startet ab dem 1. Juni das Format mit dem Titel: "Creative Remembrance: Hybrid Discussion Group for Youth from Ukraine and Germany". Mit dem Projekt soll der transnationale Austausch zwischen jungen Erwachsenen aus Deutschland und der Ukraine gefördert werden, indem sie sich gemeinsam mit kreativen Formen des Gedenkens und Erinnerns in Zeiten von Krieg, Vertreibung und gesellschaftlichem Wandel auseinandersetzen. 

Geplant sind digitale Treffen im Rahmen einer transnationalen Diskussionsgruppe, ein Präsenz-Barcamp in Düsseldorf und die Entwicklung kreativer Mikroprojekte. 16 Teilnehmer*innen können sich mit Themen wie Geschichtsdeutung, gesellschaftlicher Verantwortung sowie der Rolle von Kunst, digitalen Archiven und (sozialen) Medien in der Erinnerungskultur befassen.

Auf dem Instagram-Account können Sie den Projekt-Verlauf nachverfolgen: @creativeremembrance

Das Projekt wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) gefördert.



Über die Kooperationspartner*innen:

Der Erinnerungsort Alter Schlachthof
Ein Ort der Erinnerung, der Forschung und der Bildung: Es wird der Menschen aus der Region gedacht, die wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt und während der Nazizeit über den Düsseldorfer Schlachthof in Ghettos und Vernichtungslager deportiert wurden. In den Bildungsprogrammen nutzt der Erinnerungsort biografische Ansätze, um die Geschichte und Bedeutung dieses historischen Ortes partizipativ anhand historischer Quellen zu ergründen, Fragen der Erinnerungskultur zu diskutieren und die Kontinuitäten von Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus zu untersuchen. Die besondere Konstellation: Die Gedenkstätte befindet sich auf dem Campus der Hochschule Düsseldorf und ist in deren Strukturen eingebunden, sodass die Studierenden an ihrer Gestaltung und Weiterentwicklung mitwirken können.
Eva Piňosová wird das Projekt von deutscher Seite aus koordinieren und das Barcamp an der Hochschule Düsseldorf ausrichten. 

Tolerspace
Die NGO „Tolerspace“ (Bildungszentrum Kyiv) ist eine von Frauen geführte ukrainische gemeinnützige Organisation. Sie führen Schulungen durch und entwickeln Unterrichtsmaterialien zu den Themen traumasensible Pädagogik, Menschenrechte, Nichtdiskriminierung, Vielfalt, Toleranz und historisches Gedächtnis. Darüber hinaus bieten wir psychosoziale Unterstützung für Jugendliche, Pädagog*innen und Journalist*innen an. Die Mission von Tolerspace ist es, Vorurteile zu überwinden und die Menschenwürde zu fördern, indem wir einen sicheren Raum schaffen, in dem Jugendlichen und jungen Menschen Resilienz vermittelt werden. Die NGO „Tolerspace“ stärkt von Krieg betroffene Jugendliche und bietet politische Bildung durch Bildungscamps, Mentor*innenprogramme und von Gleichaltrigen geleitete Ausstellungen an. 

Insha Osvita
Insha Osvita ist eine NGO und Fachgemeinschaft, die an der Schnittstelle von politischer Bildung und Kunst tätig ist und sich für horizontale, selbsttragende Gemeinschaften einsetzt, die das Potenzial der Vielfalt für die Entwicklung nutzen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2008 konzentriert sich Insha Osvita auf nichtformale und kulturelle Bildung sowie auf die Gemeindeentwicklung und fördert durch Bildung und Kunst die lokale Resilienz. Insha Osvita verfügt über umfassende Erfahrung in der Konzeption und Durchführung langfristiger nichtformaler Bildungsprogramme für verschiedene Altersgruppen. Im Bereich Kulturprojekte hat sie sich spezialisiert in der Ausbildung im Kulturmanagement sowie auf Modellkonzepte zur finanziellen Nachhaltigkeit kultureller und künstlerischer Initiativen.

Diese Zusammenarbeit ist nur möglich durch das Projekt "Remembrance in Dialogue", in dem Bildner*innen aus der Ukraine, Polen und Deutschland in Ivano-Frankisvk zusammenkommen konnten. Durchgeführt wurde das Projekt 2025 von Austausch org durchgeführt, mehr Infos finden Sie unter Erinnerungskultur im Krieg: Neue Perspektiven aus Deutschland, Polen und der Ukraine – Austausch e.V.​​




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