Hochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences

Allgemeines

Für unterschiedliche Anforderungen existieren unterschiedliche Räder.
Nebenstehende Abbildung zeigt die gebräuchlichsten Räder (fehlt noch, einfügen).


Energetik / Kraftübertragung

Der Energiebedarf beim Radfahren wird im relevanten Geschwindigkeitsbereich bei Flachlandfahrten vor allem durch den Luftwiderstand bestimmt.

Durch unterschiedliche Körperhaltung (Windschnittigkeit, bzw. cW*A-Werte) können bei gleicher Tretleistung unterschiedliche Geschwindigkeiten erreicht werden.
D.h. der über die Fahrtzeit integrierte Energiebedarf kann unterschiedlich ausfallen und damit die Fahrt physisch wie psychisch unterschiedlich schwer erscheinen lassen.
Aus nebenstehende Abbildung lässt sich ablesen, dass bei gleicher Tretleistung von 100 W:radfahrenHSDklein_Seite_07.tif

  • der Fahrer eines Hollandrades für 10 km etwa t = s/v = 10 km / 22 km/h = 27 min,
  • der Rennradfahrer (bei 27 km/h) etwa 5 min weniger Zeit benötigt.

Das entspricht einer Zeit- und Energieersparnis von etwa 20 % (wobei die meisten Rennradfahrer eher Zeit- statt Energie-optimiert fahren).

Bei Strecken mit Steigungen und beim Beschleunigen spielt das Systemgewicht (Fahrer*in, Rad und Ausrüstung, beim Anfahren auch das Trägheitsmoment der Räder) eine Rolle. Hier hängt es von der/dem Fahrer*in ab, ob sich ein leichtes Rad bemerkbar macht:
Leistungsersparnis bei Bergauffahrt bei Wechsel von einem 10 kg zu einem (wesentlich teuereren) 7 kg Fahrrad:

  • bei einem Körpergewicht von 60 kg => 1 - 67 kg / 70 kg = 4,3 %,
  • bei einem Körpergewicht von 90 kg => 1 - 100 kg / 97 kg = 3,0 %

Strecken von 5 km sind sicherlich bei den meisten Personen noch mit City/Holland-Rädern gut zurückzulegen.
Werden regelmäßig längere oder steilere Strecken zurückgelegt, ist ein sportlicherer Fahrradtyp zu empfehlen. Bei sportlicheren Radtypen ist in der Regel auch die Kraftübertragung/Biomechanik besser umgesetzt als bei City/Hollandrädern.


Rahmengröße

Damit die Biomechanik auch richtig wirken kann, muss das Fahrrad die passende Rahmengröße aufweisen.

Diese bestimmt sich je nach Fahrradtyp aus der Schritthöhe:


Nutzung

Neben den Aspekten der Kraftübertragung spielt es eine Rolle zu welchem Zweck man das Fahrrad im Alltag (Transport von Einkäufen, Schlechtwetter-fähig?) und in der Freizeit (offroad-fähig, Radreise etc.) nutzen will. So bieten z.B. nicht alle Räder genug Platz bzw. die Aufnahmen um Schutzbleche oder Gepäckträger zu montieren. Eine Dynamobeleuchtung ist in der Regel unabhängiger als eine Batteriebeleuchtung.


Kauf: Ausprobieren, Ausprobieren ...

Bei allen Fahrradkäufen ist es wichtig, dass man das Rad ausprobieren kann, lokale Läden und lokale Gebrauchtkäufe sind Onlinekäufen vorzuziehen.

Kaufberatung ADFC​​​​

Für den Wechsel von einem stoischen Reiserad auf ein agiles Rennrad braucht es einige Zeit der Eingewöhnung. Hier kann es Sinn machen ein Rad vorher zu mieten, möglich z.B. bei:

listnride​​​​


Fahrrad gebraucht kaufen

Ist man sich noch unsicher, welcher Radtyp zu einem passt, oder will man schlichtweg Geld sparen, so ist der Gebrauchtmarkt eine Option günstig an ein Fahrrad zu kommen. Neben den üblichen Onlineportalen bieten auch einige lokale Fahrradläden Gebrauchträder an. Da wie bei Autos auch bei Fahrrädern der Wertverlust recht schnell einsetzt, lassen sich hier gegenüber dem Neurad einige Euros sparen.

Wichtig ist es auch hier das Fahrrad auszuprobieren und auf Mängel zu prüfen. Besonderes Augenmerk ist hier auf Teile bzw. Schäden zu richten, die man selber nicht einfach tauschen, reparieren kann, bzw. die auch Fachkräften Probleme machen:

  1. Rahmen und Gabel ohne Bruch, Dellen, 
  2. Tretlagerverschraubung ohne Rost,
  3. Sattelstütze lässt noch herauslösen, ist nicht festgefressen
  4. Räder ohne Seiten- / Höhenschlag (bzw. geringe Seitenschläge kann man auch richten)


E-Bikes

E-Bikes können dazu beitragen auch lange oder bergige Anreisewege zur HSD entspannt und unverschwitzt zu meistern.

Kann man bei normalen Rädern die meisten Reparaturen noch selbst durchführen, so kann man beim E-Bike schnell an seine Grenzen stoßen. Insbesondere die Ersatzteilversorgung steht in der Kritik:

VDI Nachrichten​​​​

Daher sollte man hier auf gängige Technik und etablierte Hersteller setzten. Die Versorgung mit passenden Ersatzakkus sollte man vor Kauf nachprüfen: